Der Unsinn der Judenmission
Es wird oft vergessen, dass der christliche Glaube aus dem Judentum hervorgegangen ist. Das Alte Testament entstammt der zur Entstehung des Christentums existierenden dreiteiligen jüdischen Glaubensschriften. Die Tora umfasst die fünf Bücher Mose, des Weiteren gab es noch die Schriften und die Prophetenbücher, welche sich auch in der Bibel im Alten Testament wiederfinden.
Trotz dieser Nähe gibt es immer wieder Auseinandersetzungen, so gab es im Frühjahr 2008 einen heftigen Entrüstungssturm, als der Papst in einer Fürbitte sich dafür aussprach, dass die Juden Jesus Christus als Heiland und Erlöser anerkennen. Diese Fürbitte gibt es schon länger und wurde sogar schon teilweise während der Zeit Johannes Paul II. entschärft, aber nicht abgeschafft. Dabei erschließt sich der Sinn nicht, warum müssen Juden an Jesus als Gottes Sohn glauben?
Zudem sorgt immer wieder für Spannungen, dass protestantische Gemeinden jüdische Aussiedler aus Osteuropa sofort in Beschlag nehmen. Sie bieten den Einwanderern spezielle Gottesdienste zum Sabbat u. ä. an und missioniert sie dann langsam aber sicher zum christlichen Glauben. Doch dies ist nicht die einzige Gefahr für den Fortbestand jüdischer Gemeinden.
Die von Berlin ausgehende religiöse Gruppierung „Juden für Jesus” setzt sich auch immer weiter in Deutschland durch. Es handelt sich um Juden, die Jesus Christus als Sohn Gottes und Erlöser der Menschheit anerkennen, aber nicht zum christlichen Glauben konvertieren, aber damit die klassischen jüdischen Gemeinden immer weiter ausdünnen. Solange dies weiter geschieht und auch die christliche Kirche ihre unsinnige Mission zum Überzeugen der Juden, dass Jesus Gottes Sohn war, nicht aufgibt, wird es im christlich-jüdischen Dialog frostig bleiben.
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