Der Buddhismus erfreut sich in den westlichen Gefilden immer noch recht großer Beliebtheit. Dabei gibt es unterschiedliche Gründe für diese Beliebtheit. Der vorrangigste, den Sie vermutlich genannt bekämen, ist der Dalai Lama. Und wem kann man es verübeln, den ständig lächelnden Tibeter zu mögen.
Doch über die Religion selber ist eher wenig bekannt und man bekommt Floskeln wie friedfertig, fröhlich etc. gesagt. Und es stimmt ja auch, was vor allem daran liegt, dass der Buddhismus weniger einer Religion, denn einer Philosophie ähnelt. So gibt es keinen allmächtigen Gott und keine ewige Seele. Stattdessen glauben die Buddhisten an Reinkarnation und gemessen an seinen Taten, wird man in die Welt zurückkehren.
Verankert sind diese Thesen im Karma, welches die guten und schlechten Taten „speichert”. In diesem Zusammenhang ähnelt der Buddhismus dem Hinduismus oder Brahmanismus, allerdings propagiert man kein Kastenwesen, wie es bei den beiden anderen Glaubensrichtungen der Fall ist.
Doch auch wenn der Buddhismus zu den vier größten Religionen gehört, muss er, gerade in Japan, um seine Anhänger verstärkt werben. So ist man in Japan zwar immer noch die bestimmende Religion, aber insgesamt lässt das Interesse nach, vor allen Dingen bei der jungen Generation.
Aus diesem Grund bemühen sich die Mönche verstärkt um die Jugend, sei es mit Raps über das Leben und Wirken Buddhas oder indem sie Mangakostümshows in Tempeln abhält. Dies scheint gerade für andere Religionen unvorstellbar, vor allem wenn man hört, dass die Mönche der Ansicht sind, dass sich eine Religion immer wieder neu erfinden muss und die Lehren nicht einmal interpretiert wurden und nun in Stein gemeißelt sind. Daran könnten sich andere Religionen auch ein Beispiel nehmen.